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Standortbestimmung

kommmitmensch geht in die zweite Runde

Fazit und Ausblick


Wie halten wir es mit der Kultur der Prävention und der Kampagne? Das ist die Frage, der wir uns im Jahr 2021 stellen müssen, wenn darüber zu entscheiden ist, ob und wie der kommmitmensch fortgeführt wird.


Mit der Neuausrichtung besteht die Chance, die Grundlagen für eine positive Antwort zu schaffen. Eine nachhaltige Kultur der Prävention in Unternehmen, Institutionen, Schulen und Kitas zu etablieren, ist ein ambitioniertes Ziel, das sich aber nicht über Nacht erreichen lässt.


Daher stärkt die Ende 2018 von der Mitgliederversammlung der DGUV verabschiedete Position der gesetzlichen Unfallversicherung zur Prävention[1] die Erfolgsaussichten der Kampagne ganz erheblich. Sie erklärt die Vision Zero zum Ziel der Präventionsaktivitäten und definiert die Entwicklung einer Kultur der Prävention mit den sechs Handlungsfeldern der Kampagne kommmitmensch als Weg dorthin.


Zwar gab und gibt es auch bei anderen vergleichbaren Initiativen oder Kampagnen relativ engmaschige Evaluationskonzepte. Nie aber wurden bundesweit die Wahrnehmbarkeit und die Verankerung im Bewusstsein der Zielgruppen gemessen. Einzig eine ehrliche und transparente Wirkungsmessung sollte jedoch Grundlage der Entscheidung über die Fortsetzung des kommmitmenschen sein. Daher sind erneute Umfragen zu Bekanntheit und sinnhafter Wahrnehmung der Kampagne zum Ende der Jahre 2019 und 2020 geplant. Auch der Umsetzungsgrad der Gefährdungsbeurteilungen in den Betrieben soll gemessen und die Qualität der Kampagnenmaterialien von den anwendenden Betrieben bewertet werden.


Wir sollten den starken Rückenwind nutzen, den uns die Gremien der DGUV bei der Vorstellung des neuen Konzepts gegeben haben, und alle erdenklichen Anstrengungen unternehmen, um den kommmitmenschen gemeinsam zu einem Erfolg zu machen. Ist jedoch keine signifikante Verbesserung der Werte erkennbar, werden wir den Mut haben, den Gremien vorzuschlagen, die Kampagne Ende 2021 zu beenden. Im Sinne des kommmitmensch-Handlungsfelds „Fehlerkultur“ haben wir es dann in der Hand, aus unseren Fehlern zu lernen und es in Zukunft gemeinsam besser zu machen.


Gelingt mit der Umsetzung des neuen Konzepts aber die Trendwende, sollten wir 2022 mutig an die Fortsetzung der Kampagne gehen und unsere Aktivitäten auf dem Weg zur Vision Zero weiter intensivieren.


Fußnote

[1] https://dguv.de/de/praevention/praev_lohnt_sich/gemeinsame-position/index.jsp

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Interview mit Dr. Annette Niederfranke

| Bild: Interview mit Dr. Annette Niederfranke , Direktorin der ILO in Deutschland
Foto: Bundespresseamt
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Zu ihrem 100. Geburtstag hat die Internationale Arbeitsorganisation ILO den Bericht „Für eine bessere Zukunft arbeiten“ vorgelegt. Wie können menschenwürdige Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und Unfallversicherungsschutz künftig gewährleistet werden? Ein Gespräch mit Dr. Annette Niederfranke, Direktorin der ILO in Deutschland.


 

Das Interview führte Elke Biesel, DGUV



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