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Fachkonzept Kita — Branchenregel Kita — kommmitmensch

Gemeinsame Wege zur guten gesunden Kita

Sicherheit und Gesundheit verankern

Der Schlüssel ist, Sicherheit und Gesundheit sowohl in den Einrichtungsstrukturen als auch in der pädagogischen Arbeit der Kitas zu verankern und so eine Kultur der Prävention zu etablieren. Denn die Gesundheit und Bildungsqualität einer Kita stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang. Die Gesundheit ist Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten und Lernen. Und Bildung wie auch der Erwerb entsprechender Kompetenzen sind Voraussetzungen für die Gesundheit. 


Gute gesunde Kita

Das DGUV-Fachkonzept Frühe Bildung mit Sicherheit und Gesundheit fördern[3] gibt erste Impulse für dieses neue Prä­ventionsverständnis. Es verknüpft die ­Themen Sicherheit und Gesundheit als gesetzlichen Auftrag der Unfallversicherungsträger mit dem bildungspolitischen Auftrag der Kitas. Zudem liefert es erste Anregungen für die inhaltliche Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Präventionsarbeit in Kitas. Dafür greift es auf den wissenschaftlichen Ansatz der Guten ­gesunden Kita[4] zurück, dessen Kern­element ein Referenzrahmen ist, der die Qualität einer guten gesunden Kita umschreibt. 


Damit Kitas sich zu guten gesunden Kitas entwickeln und Sicherheit und Gesundheit verankern können, sind folgende ­Aspekte charakteristisch, die auch bei der Präventionsarbeit bedeutsam sind. Es empfiehlt sich,  die Verhältnisse der Kita und das ­Verhalten der Menschen in den Blick zu nehmen (Verhältnis- und ­Verhaltensprävention),  sowohl die Beschäftigten als auch die Kinder der Kita einzubeziehen,  einerseits die Unfallrisiken und ­arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren für die Beschäftigten und Kinder zu reduzieren (Prävention); andererseits die Ressourcen der Menschen und der Einrichtung zu stärken (Gesundheitsförderung),  die Besonderheiten und Bedarfe einer Kita zu kennen und zu berücksichtigen,  Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen so in den Kita-Alltag zu integrieren, dass die pädagogischen Fachkräfte sie nicht als Zusatzaufgabe sehen. Um eine Einrichtungskultur nachhaltig wirksam zu verändern, betrachtet die Gute gesunde Kita die Organisationsentwicklung (OE) als eine nachhaltige Präventionsstrategie.


Organisationsentwicklung

OE berücksichtigt zum einen die Weiterentwicklung technischer, organisatorischer, materieller und sozialer Einrichtungsstrukturen (Verhältnisprävention). Zum anderen fördert sie individuelle Verhaltensweisen, zwischenmenschliche Kommunikationsmuster, Normen und Werte (Verhaltensprävention). Zentral bei der OE ist eine systematische Herangehensweise. Dazu zählt die schrittweise Umsetzung einzelner Themen wie soziales Klima, Gestaltung der Räumlichkeiten oder Leitungshandeln. Dabei kann ein Qualitätskreislauf die systematische Umsetzung eines Themas unterstützen. Dieser OE-Prozess sollte kontinuierlich für einen ständigen Lern- und Entwicklungsprozess der Sicherheits- und Gesundheitsthemen in der Kita berücksichtigt werden.


Während ihrer Präventionsarbeit können die Unfallversicherungsträger die ­Kitas beim OE-Prozess unterstützen. Dabei ist es nicht ihre Aufgabe, die OE in der Kita unmittelbar umzusetzen. Das können nur die Kitas selbst entsprechend ihren Voraussetzungen und Zielen. Dem gesetzlichen Auftrag der Unfallversicherung entspricht es jedoch, solche Prozesse anzustoßen, um Kitas bei der Entwicklung einer Präventionskultur zu begleiten. 

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SLIC-Abschlussbericht 2018

| Bild: SLIC-Abschlussbericht
Foto: Arbeitsministerium von Singapur
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Ergebnisse der Evaluation der Arbeitsschutzaufsicht der Länder durch das Senior Labour Inspectors Committee (SLIC) mit Verbindungslinien zur Aufsicht der gesetzlichen Unfallversicherung.


 

Von Dr. Heinz Schmid und Dr. Jochen Appt



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