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MindMatters

Psychische Gesundheit an Schulen fördern

kommmitmensch und „MindMatters“

Die Tatsache, dass das Programm „Mind-Matters“ das auch aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung wichtige Thema „Psychische Gesundheit“ in Schulen in innovativer Weise thematisiert, hat elf Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände veranlasst, zukünftig gemeinsam mit der BARMER Krankenkasse und der Leuphana Universität die Umsetzung des Programms in ihren Zuständigkeitsbereichen zu fordern. Wichtig ist den Unfallversicherungsträgern dabei, das Programm zukünftig starker in die Präventionskampagne kommmitmensch der DGUV einzubinden und als gemeinsame Trägermaßnahme umzusetzen.

Diese Verknüpfung der Präventionskampagne mit „MindMatters“ ist vor allem deshalb möglich und sinnvoll, weil beide auf der gleichen konzeptionellen Grundlage basieren. Dazu gehören zum Beispiel ein ganzheitliches Präventionsverständnis und die Beteiligung aller Schulmitglieder. Ebenfalls weisen die sechs Handlungsfelder der Präventionskampagne zahlreiche inhaltliche Gemeinsamkeiten und ähnliche Themenfelder auf, etwa die Dimensionen der Schulqualität, die in „MindMatters“ die inhaltliche Ausgestaltung bestimmen. Zudem haben die Handlungsfelder von kommmitmensch selbst eine hohe Affinität zur psychischen Gesundheit.


Zukünftige Aufgaben: Modulentwicklung und Fortbildung

Die Programmträger werden die „MindMatters“-Module Schulen in allen 16 Bundesländern für die Umsetzung des Programms und der Kampagne zur Verfügung stellen. Dafür wird das Nationale Kompetenzzentrum in den nächsten drei Jahren zum einen die bereits vorhandenen Module aktualisieren. Zum anderen erstellt das Zentrum während der dreijährigen Laufzeit jährlich ein neues Modul zu folgenden Themen:

  • Heterogenität und Rassismus (2020)
  • Salutogene Führung/Selbstfuhrung (2021)
  • Fehlerkultur (2022)

Zu den Aufgaben des Kompetenzzentrums wird ebenfalls die Unterstützung der Programmträger beim Aufbau von „Landerbündnissen MindMatters“ gehören. Zu diesem Zweck sollen in den beteiligten Ländern Kooperationen zwischen der BARMER, dem jeweiligen Unfallversicherungsträger, dem für Schule zuständigen Ministerium oder der Senatsbehörde und gegebenenfalls weiteren Partnerinnen und Partnern geschlossen werden. Zentrale Aufgabe dieser Landerbündnisse wird sein, Strukturen aufzubauen und Maßnahmen zu initiieren, die dazu beitragen, möglichst viele Schulen in dem jeweiligen Bundesland für eine langfristige Umsetzung des Programms „MindMatters“ zu gewinnen und diese dabei zu unterstützen. Eine Voraussetzung dafür wird der Aufbau eines verlässlichen Qualifizierungsangebotes sein, das die jeweiligen länderspezifischen Rahmenbedingungen der staatlichen Lehrerfortbildung berücksichtigt.


Fußnote

[1] Unfallkasse Baden-Württemberg, Kommunale Unfallversicherung Bayern, Unfallkasse Berlin, Unfallkasse Brandenburg, Unfallkasse Bremen, Unfallkasse Hessen, Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover, Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Unfallkasse Saarland, Unfallkasse Sachsen-Anhalt

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Aachener Modell

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 10.699 Arbeitsunfälle durch physische oder psychische Gewalteinwirkung gemeldet, die Anzahl nicht meldepflichtiger Vorfälle liegt jedoch deutlich höher. Das Aachener Modell kann helfen, ein Rahmenpräventionskonzept der Unfallversicherungsträger zu etablieren.


Von Hannah Huxholl, Dr. Just Mields und Christian Pangert



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