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Durchführung der kommmitmensch-Dialoge in einer Kita
Durchführung der kommmitmensch-Dialoge in einer Kita. Foto: Claudius Pflug

kommmitmensch

Wege zur Kultur der Prävention in Bildungseinrichtungen


Die Präventionskampagne kommmitmensch möchte auch Bildungseinrichtungen darin unterstützen, eine Präventionskultur zu etablieren. Dieser Beitrag skizziert Anknüpfungspunkte zwischen der Kampagne, den Fachkonzepten zur guten gesunden Kita und Schule sowie der Präventionsarbeit der Unfallversicherungsträger.


Von

Dr. Diana Herrmann

Warum ist eine Kultur der Prävention in Bildungseinrichtungen so bedeutsam?


Zusammenhang Gesundheit und Bildungsqualität

Eine Kultur der Prävention berücksichtigt den Zusammenhang zwischen der Gesundheit der Beschäftigten, Kinder und Jugendlichen einer Bildungseinrichtung und der Bildungsqualität der Einrichtung. Studien aus der Bildungs- und Gesundheitsforschung belegen, dass Sicherheit und Gesundheit Voraussetzungen für erfolgreiches Arbeiten, Lernen und die Bildung sind. Umgekehrt ist die Bildung Voraussetzung für Sicherheit und Gesundheit.


Mit Sicherheit und Gesundheit die Bildungsqualität fördern

Vor diesem Hintergrund sollten sich Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit an den Bildungsauftragen der Einrichtungen orientieren und ihre Bildungsqualität fordern. So kann langfristig eine Präventionskultur geschaffen werden. Damit dies gelingt, müssen Sicherheit und Gesundheit grundlegende Bestandteile einer Einrichtung sein sowohl in deren Prozesse und Strukturen als auch im Handeln, Entscheiden und in den Werten ihrer Beschäftigten, Kinder und Jugendlichen. Dieses Ziel einer guten integrativen Gesundheits- und Bildungsqualität verfolgt die Präventionskampagne kommmitmensch der DGUV.

Um Einrichtungen besser darin unterstutzen zu können, diesen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Bildung zu berücksichtigen, hat die gesetzliche Unfallversicherung ihr Präventionsverständnis weiterentwickelt. Dabei umfasst die Prävention in Bildungseinrichtungen nicht mehr nur eine technisch-organisatorisch-verhältnisorientierte, sondern auch eine pädagogisch-verhaltensorientierte Perspektive. In den DGUV-Fachkonzepten zur guten gesunden Kita und Schule (Abbildung 1) wird diese Perspektive beschrieben. Sie geben den Unfallversicherungsträgern Anknüpfungspunkte, wie durch Sicherheit und Gesundheit die Bildungsqualität der Einrichtungen mitgedacht und gefordert werden kann, um eine Kultur der Prävention zu erreichen. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Berücksichtigung der Qualitätsbereiche einer guten gesunden Kita[1] und Schule [2]. Diese Qualitätsbereiche orientieren sich an den Bildungsauftragen von Kitas und Schulen und beschreiben Themenfelder und Kriterien, die eine gute Qualität in Kitas und Schulen ausmachen. Zu den Qualitätsbereichen gehören unter anderem das Einrichtungsklima, die Kooperation und Partizipation sowie das Thema Führung. 

Abbildung 1: DGUV-Fachkonzepte zur guten gesunden Kita [1] und Schule [2] Quelle: DGUV
Abbildung 1: DGUV-Fachkonzepte zur guten gesunden Kita [1] und Schule [2] Quelle: DGUV

Verknüpfung kommmitmensch mit DGUV-Fachkonzepten

Diese genannten Qualitätsbereiche der guten gesunden Kita und Schule zeichnen sich dadurch aus, dass sie überwiegend deckungsgleich mit den Handlungsfeldern von kommmitmensch sind. Denn Führung, Kommunikation, Beteiligung, Sozialklima, aber auch die Fehlerkultur und Integration von Sicherheit und Gesundheit sind für eine gute gesunde Kita und Schule sowie ihre Präventionskultur zentrale Stellschrauben.

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Aachener Modell

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 10.699 Arbeitsunfälle durch physische oder psychische Gewalteinwirkung gemeldet, die Anzahl nicht meldepflichtiger Vorfälle liegt jedoch deutlich höher. Das Aachener Modell kann helfen, ein Rahmenpräventionskonzept der Unfallversicherungsträger zu etablieren.


Von Hannah Huxholl, Dr. Just Mields und Christian Pangert



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