oben

Neues Motiv der Präventionskampagne
Neues Motiv der Präventionskampagne

Die Präventionskampagne kommmitmensch

Blöde und schlaue Ideen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr


Die Präventionskampagne hat mit einem neuen Claim zur Verkehrssicherheit ihre Neuausrichtung an den Unfallschwerpunkten der Vision Zero begonnen. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das kommmitmensch Film & Media Festival der A+A 2019.


Von

Gregor Doepke

Nach der ersten Evaluation der Präventionskampagne (vgl. DGUV Forum 4 / 2019) hat sich kommmitmensch im Jahr 2019 neu aufgestellt. Der Steuerungskreis hat beschlossen, dass sich die Kampagne künftig stärker an den Schwerpunkten der Vision Zero ausrichten wird. Das bedeutet, sie wird vor allem die Unfallarten in den Blick nehmen, die für die meisten schweren oder tödlichen Unfallfolgen verantwortlich sind. Für die angesprochenen Zielgruppen gilt: kommmitmensch wird noch deutlicher als bisher kleine und mittlere Unternehmen adressieren.


Im betrieblichen Bereich stehen zunächst zwei Unfallarten im Fokus: Absturzunfälle und Verkehrsunfälle mit Fahrzeugen. Für den Bildungsbereich wurden die Schwerpunkte Unfälle im Schulsport (mit dem Schwerpunkt auf Ballspiele) und Schwimmunfälle festgelegt. Die neue Ausrichtung an der Vision Zero und konkreten Unfallschwerpunkten bedeutet aber keine Absage an die Inhalte, die bislang im Rahmen der Kampagne vermittelt wurden, um für eine Kultur der Prävention zu werben. Im Gegenteil: Die sechs Handlungsfelder bleiben weiterhin die Grundlage der inhaltlichen Struktur der Kampagne. Falsches Führungsverhalten, mangelhafte Kommunikation, fehlende Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder auch unzureichende Auswertung von Fehlern führen oft zu Unfällen oder gesundheitsgefährdenden Situationen. Wie Berufsgenossenschaften und Unfallkassen diese Themen im Rahmen der Kampagne aufnehmen, das zeigen beispielhaft die Artikel in diesem Heft. Darüber hinaus gibt kommmitmensch jetzt auch konkrete und einfach verständliche Empfehlungen, was man in den Handlungsfeldern tun kann, um Unfälle im Straßenverkehr zu vermeiden.


Als Auftakt für ihre Neuausrichtung nutzte die Kampagne den Tag der Verkehrssicherheit am 15. Juni 2019.


Der neue Claim die neue Bildidee

Aber wie erreicht man Aufmerksamkeit im medialen Grundrauschen? Eine einfache und etwas provokant inszenierte Bildidee wurde entwickelt: Negativbeispiele aus dem (beruflichen) Alltag im Straßenverkehr werden gezeigt: ein Autofahrer, der während der Fahrt von seinem Chef angerufen wird, oder eine junge Radfahrerin, die während der Fahrt ihre Mails checkt. Das sind richtig blöde Ideen so lautet der neue Claim. Dieser weist damit in klarer Sprache darauf hin, dass Menschen durch solch ein Verhalten sich selbst und andere im Straßenverkehr gefährden. Die Kampagne bleibt bei diesem Hinweis aber nicht stehen, sondern stellt den blöden Ideen möglichst direkt schlaue Ideen gegenüber.


Die Bildsprache der Fotomotive ist sehr reduziert. Auf Absenderlogo und Kampagnenlogo wurde auf den Plakaten bewusst verzichtet. Das gibt dem Bild eine größere Fläche und macht es auch nutzbar für andere Trägerkampagnen. Auf allen Medien, seien es Plakate, in den sozialen Medien oder im Print, wird es in Zukunft entsprechende Verweise geben wie Schlaue Ideen auf kommmitmensch.de oder aber auch das ist möglich adaptiert auf andere Trägerkampagnen zur Präventionskultur: Schlaue Ideen auf gibmirnull.de oder Schlaue Ideen auf visionzero.global.


Die Fotomotive zum Claim Blöde Idee Schlaue Idee werden kontinuierlich weiterentwickelt. So können auch aktuelle Phänomene aufgegriffen werden, wie die E-Scooter, die schon kurz nach ihrer Einführung ein großes Problem für die Verkehrssicherheit darstellen. Nach dem Thema Verkehrssicherheit werden ab Herbst 2019 auch Motive zum Thema Absturzunfälle sowie zu Sport- und Schwimmunfällen im Bildungsbereich produziert werden.

« zurück [1] [2] weiter » « zurück zur Übersicht

Eine 100-jährige Erfolgsgeschichte

Der Unfallvertrauensmann als Vorgänger der Sicherheitsbeauftragten ist der erste durch eine Unfallverhütungsvorschrift definierte betriebliche Arbeitsschutzakteur. Im Jahr 1919 durch die Berufsgenossenschaften geschaffen, begeht dieses Ehrenamt 2019 sein 100-jähriges Jubiläum. 


Von Gerhard Kuntzemann



Mehr lesen

Leserservice

| Bild: |


Aboänderungen: Adresse, Ansprechpartner, Bezugsmenge, Probehefte

Mehr lesen

Autorenhinweise

| Bild: Autorenhinweise | Sie sind Fachautor und möchten Ihr Wissen im DGUV Forum einbringen? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Autorenhinweise.

Mehr lesen