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kommmitmensch

Wege zur Kultur der Prävention in Bildungseinrichtungen

Branchenregeln Kita und Schule

In erster Linie unterstutzen die Branchenregeln [4] [5] aber die Träger, Kitas und Schulen, um Sicherheit und Gesundheit in ihrer Einrichtung zu verankern. Sie bündeln für die jeweilige Einrichtungsart Kita, Schule oder Hochschule die relevanten staatlichen und gesetzlichen Regelungen, Normen, wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie das Erfahrungswissen der Unfallversicherungsträger. Unter Berücksichtigung der jeweils besonderen Rahmenbedingungen beschreiben Branchenregeln zentrale Gefährdungen branchenspezifischer Tätigkeiten und Arbeitsplatze sowie dafür wichtige Präventionsmaßnahmen.

Die DGUV Regeln 102-602 „Branche Kindertageseinrichtung“ [4] und 102-601 „Branche Schule“ [5] stehen als neue Präventionsinstrumente den Trägern und Leitungen von Kitas und Schulen sowie den Unfallversicherungsträgern seit Sommer 2019 zur Verfügung (mehr zu den Branchenregeln auf S. 22).


kommmitmensch-Dialoge

Die kommmitmensch-Dialoge sind ein weiteres hilfreiches Instrument, die die Einrichtungen in ihrem OE-Prozess unterstutzen. Sie können zur IST- und Bedarfsbestimmung genutzt werden und sind für den Einstieg in die OE geeignet, indem sie dazu beitragen,

  • den Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit im 5-Stufen-Modell einzuordnen,
  • ein gemeinsames Verständnis im Team zu besprechen,
  • potenzielle Risiken und Handlungsbedarfe zu identifizieren,
  • Ziele zu formulieren sowie
  • erste relevante Maßnahmen zu entwickeln.

Die kommmitmensch-Dialoge wurden für die Anwendung in Kitas, Schulen und Hochschulen angepasst. Weitere Informationen zu den Dialogen und Instrumenten von kommmitmensch finden Sie auf der Website3 sowie in der DGUV-Broschüre „Selbstverständlich sicher und gesund“ [6] für Kitas und Schulen.

Abbildung 6: Präventionsfachkräfte der Unfallversicherung trafen sich in Dresden, um über ein neues Rollenverständnis zu diskutieren. Grafik: Christian Bendull/DGUV
Abbildung 6: Präventionsfachkräfte der Unfallversicherung trafen sich in Dresden, um über ein neues Rollenverständnis zu diskutieren. Grafik: Christian Bendull/DGUV

Neues Präventionsverständnis für eine Kultur der Prävention

Zusammengefasst mochte kommmitmensch die Unfallversicherungsträger bei ihrer Präventionsarbeit in Bildungseinrichtungen darin unterstutzen, Sicherheit und Gesundheit mit der Bildungsqualität zusammenzudenken und zu fordern. Nur so können Präventionsmaßnahmen ganzheitlich und nachhaltig wirksam integriert und die Präventionskultur in den Einrichtungen gefordert werden. Das dafür neue Präventions- und Rollenverständnis wurde im Mai 2019 gemeinsam mit Aufsichtspersonen, Präventionsfachkräften und Praxispartnern, die in Kitas tätig sind, beim DGUV-Fachgespräch „Wege zur guten gesunden Kita“ thematisiert und diskutiert. Neben der Bedeutung des Zusammenhangs von Bildung und Gesundheit und dem Konzept der „Guten gesunden Kita“, wurden die OE, die kommmitmensch-Instrumente sowie die Branchenregel „Kindertageseinrichtung“ vorgestellt und erprobt. Die Vorträge der Veranstaltung findet man auf der Internetseite des Sachgebietes Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. [7 ]

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Aachener Modell

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 10.699 Arbeitsunfälle durch physische oder psychische Gewalteinwirkung gemeldet, die Anzahl nicht meldepflichtiger Vorfälle liegt jedoch deutlich höher. Das Aachener Modell kann helfen, ein Rahmenpräventionskonzept der Unfallversicherungsträger zu etablieren.


Von Hannah Huxholl, Dr. Just Mields und Christian Pangert



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