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Ergebnisse einer Versichertenbefragung

Wie hoch ist die Zufriedenheit mit dem Rehabilitationsmanagementprozess?

Es kann festgestellt werden, dass die Befragten überwiegend mit dem Rehabilitationsprozess zufrieden bis sehr zufrieden waren. Damit erfüllt das Reha-Management insgesamt die Erwartungen der Unfallversicherungsträger. Wichtige Einflussfaktoren für die Gesamtzufriedenheit sind neben der guten medizinischen und beruflichen Rehabilitation die Zusammenarbeit mit dem Reha-Manager oder der Reha-Managerin, die Planung sowie der Ablauf der Rehabilitation.

 

Wie geht es weiter?

Die Befragung hat auch ergeben, dass der Bereich der sozialen Teilhabe und der Freizeitziele, häufiger als bei der körperlichen und beruflichen Zielerreichung, kein Rehabilitationsziel war. Dies sollte zukünftig mehr in den Fokus des Reha-Managements rücken. Weiterhin sollten bestimmte Kriterien des Reha-Managements nach Leitfaden, wie zum Beispiel die 30-Tage-Frist ab Unfalltag für die Erstellung des Reha-Plans, differenzierter betrachtet werden.

Aus den Ergebnissen wurden im Abschlussbericht konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet (siehe Infokasten).

Um die Stimme der Versicherten dauerhaft zu hören und Veränderungen abbilden zu können, sollte die Befragung in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Hierzu wird der Fragebogen nun zunächst an aktuelle Begrifflichkeiten angepasst und in einigen Fragen etwas mehr ausdifferenziert, zudem werden die Möglichkeiten einer Online- oder App-Version geprüft.


Infokasten

Der Abschlussbericht enthält konkrete Handlungsempfehlungen zum Reha-Management:

  • Fachliche Kompetenz der Reha-Managerinnen und ­Reha-Manager beibehalten.
  • Reha-Manager/Reha-Managerin als zentrale Ansprechperson für die Versicherten flächendeckend implementieren.
  • 30-Tage-Frist zur Aktualisierung des Handlungsleitfadens ­Reha-Management evaluieren.
  • Durchführung einer strukturierten Reha-Planung beibehalten.
  • Im Reha-Prozess auf Veränderungen flexibel reagieren.
  • Reha-Planung gemeinsam mit allen Beteiligten (Ärzteschaft, Therapierende, Versicherte, Reha-Manager/Reha-Managerin.).
  • Die Versicherten können jederzeit ihre persönlichen Vorstellungen und Bedürfnisse in die Reha-Planung einbringen.
  • Aktive Koordinierung der geplanten Rehabilitationsmaßnahmen aufrechterhalten.
  • Gute Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und ­Therapierenden fördern.
  • Information zu beruflichen Maßnahmen empfängergerecht übermitteln.
  • Ziele zur körperlichen Leistungsfähigkeit realistisch definieren, kommunizieren und realisieren.
  • Ziele zur Teilnahme an Freizeitaktivitäten realistisch definieren, kommunizieren und realisieren.


Wichtig für die Zielerreichung und Gesamt­zufriedenheit unter anderem:

  • Ich habe meine persönlichen Bedürfnisse und Vorstellungen in die Reha-Planung einbringen können.
  • Der Reha-Plan hat mir eine gute Orientierung gegeben.
  • Der Reha-Plan wurde flexibel an veränderte ­Bedingungen angepasst.
  • Am Ende einer jeden Maßnahme wusste ich, wie es weitergeht.
  • Die medizinischen Reha-Maßnahmen haben mir sehr weitergeholfen.


Weitere Informationen zum Abschlussbericht

 

Versichertenbefragung zum Reha-Management: www.dguv.de

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Interview mit Dr. Höller und Dr. Hussy

| Bild: Interview mit Dr. Edlyn Höller und Dr. Stefan Hussy
Foto: Jan Roehl/DGUV
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Digitalisierung, Rehabilitation, Bildung ein Gespräch mit Dr. Stefan Hussy, neuer Hauptgeschäftsführer der DGUV, und Dr. Edlyn Höller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin, über anstehende Aufgaben.


Das Interview führten Kathrin Baltscheit und Elke Biesel, DGUV



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