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kommmitmensch

Wege zur Kultur der Prävention in Bildungseinrichtungen

Abbildung 4: kommmitmensch-5-Stufen-Modell Grafik: Gebauer 2017, in Anlehnung an Hudson 2011
Abbildung 4: kommmitmensch-5-Stufen-Modell Grafik: Gebauer 2017, in Anlehnung an Hudson 2011

Gemeinsames Verständnis

Von entscheidender Bedeutung für eine erfolgreiche OE ist ein „Gemeinsames Verständnis“ aller Akteure und Akteurinnen der Einrichtung zu den Themen Sicherheit und Gesundheit, dem Einrichtungskonzept und dem Veränderungsprozess. Dafür ist die Beteiligung der Betroffenen das A und O. Die zentralen Schritte der OE sind neben dem „Gemeinsamen Verständnis“ die Analyse der IST-Situation, die Zielfindung und -definition, die Maßnahmenplanung und Interventionsphase sowie die Zielüberprüfung (Abbildung 3).

In den Konzepten zur guten gesunden Kita [1] und Schule [2] wird der OE-Prozess ausführlicher beschrieben. Zudem unterstutzt kommmitmensch mit praxistauglichen Handlungshilfen und Instrumenten die Unfallversicherungsträger und Einrichtungen bei diesem Prozess der OE und Kulturveränderung. Einige werden im Folgenden genannt.


Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit

Um die Qualität der Präventionskultur einer Einrichtung und den dortigen Stellenwert von Sicherheit und Gesundheit vorab oder während der OE einordnen zu können, stehen der kommmitmensch-Kurz-Check [3] und das 5-Stufen-Modell (Abbildung 4) an. Letzteres beschreibt die Zielrichtung für Bildungseinrichtungen, nämlich die Etablierung einer proaktiven bis wertschöpfenden  Präventionskultur. In ihr werden Sicherheit und Gesundheit bei allen Handlungen und Entscheidungen in der Einrichtung mitgedacht und berücksichtigt und somit eine integrative Gesundheits- und Bildungsqualität gefordert. Mit dem Kurz-Check [3] können das Kita-und Schulteam vorab herausfinden, in welchem Handlungsfeld der größte Handlungsbedarf besteht und welches im Sinne einer Präventionskultur schon gut aufgestellt ist.


Kontinuierliche Weiterentwicklung

Die Etablierung einer Präventionskultur ist allerdings kein einmaliges Projekt. Die OE bietet den Einrichtungen die Chance einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und Verbesserung in ihrer Gesundheits- und Bildungsqualität. Sie ist ein schrittweise erfolgender und fortlaufender Prozess, da sich die spezifischen Gegebenheiten einer Einrichtung und die individuellen Verhaltensweisen ihrer Mitglieder permanent andern können. Daher sollten nach dem Erreichen und der Überprüfung eines Ziels neue Ziele formuliert und Aktivitäten angegangen werden.


Zentrale Funktion der Leitungskräfte

Die Einrichtungsleitung verantwortet die Umsetzung der Organisationsentwicklung. Die Unfallversicherungsträger können aber entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag diesen Prozess anstoßen und unterstützend tätig sein. Dafür ist es für eine ganzheitliche und nachhaltige Verankerung der Präventionsmaßnahmen wichtig, auch die pädagogischen Tätigkeiten und Strukturen im Blick zu haben. Neben den DGUV-Fachkonzepten zur guten gesunden Kita und Schule beinhalten auch die neuen branchenspezifischen DGUV Regeln (Branchenregeln) diesen pädagogischen Aspekt und sollen die Unfallversicherungsträger in ihrer zukünftigen Präventionsarbeit unterstutzen.

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Aachener Modell

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 10.699 Arbeitsunfälle durch physische oder psychische Gewalteinwirkung gemeldet, die Anzahl nicht meldepflichtiger Vorfälle liegt jedoch deutlich höher. Das Aachener Modell kann helfen, ein Rahmenpräventionskonzept der Unfallversicherungsträger zu etablieren.


Von Hannah Huxholl, Dr. Just Mields und Christian Pangert



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