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kommmitmensch

Wege zur Kultur der Prävention in Bildungseinrichtungen

Die kommmitmensch-Lesezeichen für Bildungseinrichtungen (Abbildung 2) beschreiben kurz und knapp die Bedeutung der jeweiligen Handlungsfelder, skizzieren wichtige Merkmale und können als Erinnerungsanker dienen. Ergänzend zu den Lesezeichen beschreiben die Fachkonzepte die jeweiligen Qualitätsbereiche einer guten gesunden Kita und Schule (vgl. S. 29 ff1 und S. 15 ff2). Durch die Berücksichtigung der kommmitmensch-Handlungsfelder und der Qualitätsbereiche der guten gesunden Kita und Schule kann im Rahmen der Präventionsarbeit die Präventionskultur ganzheitlich und langfristig gefordert werden.


Verknüpfung der Kampagne mit Unfallschwerpunkten

kommmitmensch fordert durch die Verknüpfung der Handlungsfelder mit den Qualitätsbereichen der guten gesunden Kita und Schule nicht nur die Gesundheits- und Bildungsqualität in  Bildungseinrichtungen. Zukünftig werden die Handlungsfelder der Kampagne auch an den Unfallschwerpunkten ausgerichtet, die im Projekt Schwerpunktsetzung nach den Kriterien der Vision Zero analysiert wurden (DGUV Forum 1-2/2019). Das heißt, kommmitmensch wird vor allem die Unfallarten in den Blick nehmen, die für die meisten schweren und tödlichen Unfallfolgen verantwortlich sind. Im Bildungsbereich stehen hierbei im ersten Schritt die Schulsportunfälle im Fokus, genauer die Schwimmunfalle. Die gemeinsame KMK-DGUV-Initiative Sicherheit und Gesundheit im und durch Schulsport (SuGiS) skizziert hierfür bereits Maßnahmen, zum Beispiel zum Thema Sicher Schwimmen Können. Ziel ist es, durch Maßnahmen in den  Handlungsfeldern sowohl die Unfallschwerpunkte zu reduzieren als auch Sicherheit und Gesundheit als handlungsleitende Werte in das praktische Handeln, Entscheiden und Verhalten aller Akteure und Akteurinnen der Einrichtung zu integrieren.

Von der blöden zur schlauen Idee

Um die Öffentlichkeit für die Unfallschwerpunkte und eine Präventionskultur zu sensibilisieren, werden aktuell im Rahmen von kommmitmensch provokant inszenierte Bildideen entwickelt. Negativbeispiele aus dem Einrichtungsalltag sollen darauf hinweisen, dass Menschen durch solch ein Verhalten sich selbst und andere gefährden. Die Kampagne bleibt bei diesem Hinweis aber nicht stehen, sondern stellt den blöden Ideen möglichst direkt schlaue Ideen, die zur Präventionskultur beitragen, gegenüber.
Abbildung 3: Zentrale Schritte der Organisationsentwicklung
Abbildung 3: Zentrale Schritte der Organisationsentwicklung Grafik: Michael Hüter/DGUV

Der Weg zu einer Präventionskultur


Es reicht aber nicht aus, allein für mögliche Unfall- und Gesundheitsgefahren zu sensibilisieren, um eine Kultur der Prävention in Einrichtungen zu etablieren. Um Sicherheit und Gesundheit ganzheitlich und nachhaltig wirksam zu verankern, gilt die Organisationsentwicklung (OE) als die zentrale Strategie. Ganzheitlich meint dabei, dass bei dem OE-Prozess alle Beteiligten, Prozesse und Strukturen im Setting berücksichtigt werden. Nachhaltig heißt, dass die Präventionsmaßnahmen langfristig und lebensweltübergreifend wirksam sind. Die Ausgestaltung eines solchen Entwicklungsprozesses ist in jeder Einrichtung unterschiedlich und abhängig von ihren Rahmenbedingungen. « zurück [1] [2] [3] [4] [5] [6] weiter » « zurück zur Übersicht

Aachener Modell

Im Jahr 2017 wurden in Deutschland 10.699 Arbeitsunfälle durch physische oder psychische Gewalteinwirkung gemeldet, die Anzahl nicht meldepflichtiger Vorfälle liegt jedoch deutlich höher. Das Aachener Modell kann helfen, ein Rahmenpräventionskonzept der Unfallversicherungsträger zu etablieren.


Von Hannah Huxholl, Dr. Just Mields und Christian Pangert



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