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Ergebnisse eines Benchmarking-Projekts

„Qualifizierung lohnt sich!“

Durch die Kombination und die Verzahnung unterschiedlicher Formate kann ein Mehrwert für die Lernenden erreicht werden, indem die Vorteile der jeweiligen Formate kombiniert werden beziehungsweise Nachteile eines Formats durch die Vorteile eines anderen ausgeglichen werden. Das bekannteste Mischformat ist Blended Learning, das die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning kombiniert. Der Begriff „Blended Learning“ steht für eine Vielzahl von Präsenz- und Online-Kombinationen.


Neue Qualifizierungsformate sind dabei aber kein Selbstzweck. Vor der Entwicklung einer Qualifizierungsmaßnahme muss definiert werden, welches Ziel und welche Zielgruppe mit der Maßnahme erreicht werden sollen. Den sich daran anschließenden Fragen, welches  Qualifizierungsformat oder welche Kombination aus Qualifizierungsformaten am besten zu den Zielen und Zielgruppen passt, sollte dann die gleiche Aufmerksamkeit gewidmet werden. Nur mit dem zu Zielstellung und Zielgruppe passenden Qualifizierungsformat kann die Wirksamkeit einer Qualifizierung optimal unterstützt werden.


Projekt „Zukunftsorientierte Qualifizierungsformate“

Als Ausgangspunkt für diese Fragestellung nutzte das Benchmarking-Projekt das vor Kurzem abgeschlossene Projekt „Zukunftsorientierte Qualifizierungsformate“ und stimmte sich intensiv mit diesem Projektteam ab. In einer Handlungshilfe wurden über 30 verschiedene Formate beschrieben und in Steckbriefen charakterisiert. Sinnvolle Kombinationsmöglichkeiten werden dort ebenso dargestellt wie die besonderen Chancen und Risiken der jeweiligen Formate. Diese Handlungshilfe unterstützt die Auswahl von Qualifizierungsformaten in der Planungsphase. Dabei können auch Aspekte der Digitalisierung der Arbeitswelt adäquat aufgenommen werden.


Neben konkreten Handlungsempfehlungen wurden auch übergreifende Themen wie beispielsweise Kosten oder auch Qualifizierungsstrategien betrachtet. Die reine Zahlenbasis unterstreicht die starke Position der gesetzlichen Unfallversicherung im Bereich Bildungsangebote in der Erwachsenenbildung. Bei den Strategien waren zum Beispiel deutliche Unterschiede hinsichtlich der Wahl des Lernortes und der eingesetzten Dozierenden festzustellen. Auch mit der Frage, wie viele Versicherte mit dem Qualifizierungsangebot erreicht werden, hat sich das Projekt beschäftigt. Im Durchschnitt qualifizierten die betrachteten Träger jede 135. Versicherte Person.


Bei der Betrachtung der Wirtschaftlichkeit spielen selbstverständlich Kosten der Qualifizierung eine zentrale Rolle. Bei deren Analyse wurden wesentliche Kostenblöcke identifiziert und miteinander verglichen. Auf diese Weise konnten die wesentlichen Kostentreiber identifiziert werden. Besonders interessant stellt sich auch der Vergleich mit anderen Bildungsanbietern dar. Für ausgewählte Qualifizierungen hat das Projekt vergleichbare Angebote ermittelt und mit den eigenen Kosten verglichen. Im Ergebnis zeigt sich, dass auch bei hoher nachgewiesener Qualität die Gesamtkosten der Unfallversicherungsträger pro Seminartag im Durchschnitt wesentlich geringer sind als die von externen Bildungsanbietern.


Im Sinne des Lernens von den Besten ist es jetzt an den teilnehmenden Trägern, die für sie sinnvollen Handlungsempfehlungen umzusetzen, um ein nachgewiesen gutes Qualifizierungsangebot kontinuierlich weiterzuentwickeln. Welche Effekte auf Qualität und Wirtschaftlichkeit sich dadurch erzielen lassen, zeigt sich dann spätestens in der bereits heute geplanten und vorbereiteten Evaluation.

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SLIC-Abschlussbericht 2018

| Bild: SLIC-Abschlussbericht
Foto: Arbeitsministerium von Singapur
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Ergebnisse der Evaluation der Arbeitsschutzaufsicht der Länder durch das Senior Labour Inspectors Committee (SLIC) mit Verbindungslinien zur Aufsicht der gesetzlichen Unfallversicherung.


 

Von Dr. Heinz Schmid und Dr. Jochen Appt



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