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Individualprävention

Ein wichtiger Teil des Präventionsauftrags der gesetzlichen Unfallversicherung

Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention

Primärprävention soll verhindern, dass Gesundheitsstörungen entstehen. Damit sind primärpräventive Maßnahmen grundsätzlich der Generalprävention zuzuordnen. Es besteht jedoch keine vollständige Kongruenz dieser Begriffe, da die Maßnahmen der Generalprävention im Einzelfall auch der Sekundär- oder der Tertiärprävention dienen können. Die Primärprävention wird, wie auch die Generalprävention, inhaltlich sowohl durch verhältnis- als auch verhaltenspräventive Ansätze ausgefüllt.


Die Sekundärprävention bezieht sich hingegen darauf, drohende oder bereits bestehende gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erkennen. Dazu gehört auch das frühzeitige Einleiten aller präventiven Maßnahmen, die geeignet sind, eine Chronifizierung und Verschlimmerung oder das erneute Auftreten einer Gesundheitsstörung zu vermeiden. Die Beseitigung von Defiziten in der betrieblichen Generalprävention kann aber ebenfalls ein wirksames Mittel der Sekundärprävention darstellen.


Die Tertiärprävention setzt ein, wenn bereits eine manifeste berufliche Erkrankung vorliegt. Sie umfasst daher Maßnahmen, die nicht auf die Verhinderung des Schadensereignisses hinwirken. Vielmehr konzentriert sie sich auf die Behandlung der Erkrankung sowie die Vermeidung weiterer negativer Folgewirkungen und bleibender Funktionsverluste.


Sekundär- und Tertiärprävention werden im Wesentlichen durch Maßnahmen der Individualprävention sowohl in Form der Verhältnis- als auch der Verhaltensprävention umgesetzt.


Individualprävention – was gibt’s schon?

Bei arbeitsbedingten Hautkrankheiten haben die Unfallversicherungsträger zahlreiche Angebote zur Individualprävention, die sich in der Praxis sehr bewährt haben und bundesweit etabliert sind. Die positiven Wirkungen der Individualprävention sind mittlerweile auch statistisch belegt (siehe Artikel „Individualprävention bei Hauterkrankungen: Eine Erfolgsgeschichte“ auf Seite 14).


Individualprävention – wo soll es hingehen?

Auf Basis der erfolgreichen Individualprävention bei arbeitsbedingten Hautkrankheiten befasst sich die gesetzliche Unfallversicherung zurzeit systematisch mit der Frage, inwieweit auch in anderen Bereichen eine Individualprävention sinnvoll sein kann.


Schwerpunktmäßig werden dabei Maßnahmen bei Berufskrankheiten überprüft. Das betrifft Konstellationen, bei denen eine geplante weitere Arbeitstätigkeit mit Einwirkungen erforderlich ist, die im Zusammenspiel mit der individuellen Disposition der versicherten Person die konkrete Gefahr des Entstehens einer Berufskrankheit hervorruft. In anderen Konstellationen geht es darum, dass ein berufsbedingter Schaden bereits eingetreten ist und dabei die Gefahr der Verschlimmerung droht, der in geeigneter Weise entgegengewirkt wird. Es werden insbesondere arbeitsbedingte Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems (MSE) und Atemwegserkrankungen betrachtet. Für einige Erkrankungsbilder gibt es erfolgversprechende Ansätze, die noch weiter auszubauen sind.

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UV-Strahlung in der Freizeit

| Bild: Einweiserumfrage
Foto: NicoElNino/fotolia.com
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Die UV-Strahlung der Sonne kann Hautkrebs verursachen, wenn der Körper nicht geschützt wird. Deshalb sollten besonders Menschen, die beruflich viel im Freien arbeiten, auch privat ihre Haut vor UV-Strahlung schützen.


Von Dr. Marc Wittlich



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