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Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV (Foto: DGUV/Stephan Floss Fotografie)
Dr. Joachim Breuer, DGUV
Foto: DGUV/Stephan Floss

Editorial

Zukunft der betrieblichen Betreuung

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vom Touchscreen blicken zwei Augen scheinbar freundlich auf den Anwender. Sie gehören zu Baxter, einem lernenden Roboter von der Sorte, die die Automatisierung unserer Werkshallen rasant vorantreiben werden. Maschinen wie Baxter sind ein Symbol für den Wandel  der Arbeitswelt, auf den sich auch die gesetzliche Unfallversicherung vorbereitet. Prävention immer wieder an die Bedürfnisse unterschiedlicher Betriebe in einer sich verändernden Arbeitsumgebung anzupassen, das ist eine komplexe Aufgabe. Deshalb wird es wohl noch eine Weile dauern, bis Baxter auch unsere Aufgaben übernehmen kann. Bis dahin arbeiten wir weiter daran, unsere Betreuung der Betriebe zu optimieren.

Dabei geht es nicht um Zukunftsvisionen, sondern um ganz analoge Fragen:


Wie können wir die 2011 eingeführte DGUV Vorschrift 2 (Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit) weiter verbessern? Wie können wir die Arbeitsmedizin attraktiver machen, um auch künftig die betriebsärztliche Betreuung sicherzustellen? Zum Stand der DGUV Vorschrift 2 werden wir noch in diesem Jahr die Ergebnisse einer Evaluation veröffentlichen. Darüber hinaus hat ein Expertenkreis Vorschläge erarbeitet, wie wir auch in Zukunft die Betreuung der Betriebe gewährleisten können. 

Er schlägt zum Beispiel vor, die Weiterbildungsmöglichkeiten für Medizinerinnen und Mediziner zu verbessern, weitere Professionen wie Arbeits- und Organisationspsychologie, Arbeitshygiene oder Arbeitswissenschaft in die betriebliche Betreuung einzubeziehen und die Betreuung in trägerübergreifenden Zentren anzubieten. 


Dieses „Zentrumsmodell“ ist zwar noch Zukunftsmusik, aber die Blaupausen dazu gibt es bereits: Das sind Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienste (ASD) einzelner Unfallversicherungsträger. Das Modell bietet eine große Chance: Es werden damit Betriebe erreicht, die bislang nicht oder unzureichend betreut werden. Das sind vor allem die kleinen Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Und sie machen etwa 98 Prozent aller Betriebe aus. Es wird uns nicht langweilig werden auf dem Weg in die Arbeitswelt 4.0. 

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Autofahren 4.0

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Foto: Coloures-Pic/fotolia.com
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Das Projekt Prävention 4.0 identifiziert Risiken aber auch Chancen, die das Arbeiten 4.0 mit sich bringt und leitet entsprechende Präventionsmaßnahmen ab. 2016 fand eine Befragung zur Bedeutung von „4.0“ in der betrieblichen Praxis statt. 


Von 

Dr. Klaus Große und Katrin Zittlau

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