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Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV (Foto: DGUV/Stephan Floss Fotografie)
Dr. Joachim Breuer, DGUV
Foto: DGUV/Stephan Floss

Editorial

"Wir sind kommmitmenschen."

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wer sich mit Romanen aus dem 19. Jahrhundert be¬schäftigt, der stößt auf die Kultur der bürgerlichen Stube. Die Stube war ein gepflegter, repräsentativer Ort. Sie wurde den Gästen vorgezeigt, aber eigentlich wohnte man nicht in ihr. Wie man wirklich lebte, das war in den Hinterzimmern versteckt. Menschen wen¬den dieses Prinzip der guten Stube in vielen Situati¬onen noch heute an. Wir erachten zwar bestimmte Werte als notwendig und sinnvoll. Aber in unserem praktischen Leben ist es uns auch ein wenig lästig, alle Konsequenzen daraus zu ziehen.

Die Forschungsaktivitäten der DGUV

Dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wich­tige Themen sind, bezweifelt niemand. Aber um Si­cherheit und Gesundheit zu gewährleisten, reicht es nicht aus, bloß die Vorschriften ans Schwarze Brett zu hängen. Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt 4.0 braucht zwar auch die „gute Stube“ der Regeln und Gesetze, aber sie muss gleichzeitig die Türen zu den Hinter­zimmern der Routine öffnen. Ein Mittel dazu ist der ganzheitli­che Ansatz einer Kultur der Prävention. Er weist kreativ über den Horizont von Regeln hinaus. Genau dort setzt die neue Kampa­gne „kommmitmensch – SICHER. GESUND. MITEINANDER“ an.


 

Die sechs Handlungsfelder der Kampagne geben Führungskräf­ten und Beschäftigten einen Impuls, wie sie die gute Betriebs­stube und das Betriebsklima auf Ungereimtheiten abklopfen können. Wie ist es um Sicherheit und Gesundheit wirklich be­stellt? Wie sieht es mit der Fehlerkultur aus? Der Kommunikation? Der Wertschätzung? Alles Themen, die direkt und indirekt mit der Präventionskultur eines Unternehmens zusammenhängen. Sicher, eine Unternehmenskultur zu ändern, braucht Zeit. Aber das Ziel ist es wert: sichere und gesunde Betriebe, in denen sich die Beschäftigten geschätzt fühlen. Egal ob sie auf der Vorder- oder Hinterbühne agieren.

 

Mit den besten Grüßen


Ihr


Dr.  Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung




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Entzündungsforschung & Grenzwertsetzung

| Bild: DGUV-Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Breuer spricht sich für die Einführung einer Versicherungsprflicht für Selbständige aus.
Foto: Volker Wiciok/IPA
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Entzündliche Prozesse sind an einer Vielzahl von Berufskrankheiten beteiligt und treten insbesondere bei gefahrstoffassoziierten Erkrankungen schon frühzeitig im Krankheitsverlauf auf. Die Vermeidung entzünd­licher Prozesse ist deshalb aus regulatorischer Sicht häufig das entscheidende Kriterium für die Grenzwert­setzung. Dies gilt nicht nur für lokal wirkende Gefahrstoffe in den Atemwegen oder auf der Haut, sondern auch für systemisch wirkende Noxen.


Von

Prof. Dr. Monika Raulf, Dr. Dirk Pallapies, Prof. Dr. Jürgen Bünger und Prof. Dr. Thomas Brüning Mehr lesen

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