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Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV (Foto: DGUV/Stephan Floss Fotografie)
Dr. Joachim Breuer, DGUV
Foto: DGUV/Stephan Floss

Editorial

Sicherheit und Gesundheit organisieren - koordiniert, integriert, handhabbar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Ostwestfalen-Lippe ist der Vorreiter. Der Landstrich ganz oben in NRW steht derzeit unter besonderer Beobachtung, denn er ist als Pilotregion ausgewählt worden für ein ebenso spannendes wie wichtiges Projekt.


Es geht um die Zukunft der betrieblichen Betreuung. Viele Unternehmen sind nach wie vor nur unzureichend betreut. Das gilt insbesondere für Klein- und Kleinstbetriebe, die rund 96 Prozent aller Unternehmen in Deutschland ausmachen. Hier zeigen Umfragen deutliche Defizite bei der Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes und anderer Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutzvorschriften. Die gesetzliche Unfallversicherung versucht diesem Mangel auf verschiedenen Wegen zu begegnen. Ein Weg führt über eine Überarbeitung der DGUV Vorschrift 2 und ein anderer nach Ostwestfalen. 

Einige Berufsgenossenschaften haben sich hier zusammengeschlossen und wollen ein gemeinsames Betreuungsangebot für ihre Unternehmen in der Region organisieren. Dabei sollen Kleinbetriebe mit Dienstleistenden zusammengebracht werden. Ziel ist es, die Anzahl der betreuten Betriebe zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität der Betreuung zu verbessern.

Das gleiche Ziel verfolgt auch das vom BMAS geforderte Konzept der Betriebsnachbarschaften. Auch dahinter verbirgt sich das Angebot einer Verbundbetreuung von Klein- und Kleinstbetrieben in einer Region. Als zusätzliche Herausforderung kommt hier hinzu, dass in diesem Modell alle Sozialversicherungszweige zur Zusammenarbeit aufgerufen sind. Das ist zugleich die große Chance, denn gerade von einer gemeinsamen Betreuung aller Sozialleistungsträger wurden kleine Unternehmen am meisten profitieren.

Den einen Königsweg zur Verbesserung der Situation wird es sicher nicht geben. Deutlich wird aber in den unterschiedlichen Ansätzen: Wir brauchen mehr Kooperation und möglichst konkrete Angebote für die Unternehmen. Nur so werden wir in Zukunft mehr von ihnen erreichen können.

Mit den besten Grüßen

 

Mit den besten Grüßen


Ihr


Dr.  Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung





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Interview mit Dr. Walter Eichendorf

| Bild: Einweiserumfrage
Foto: Jan-Peter Schulz/DGUV
|

Der scheidende stellvertretende Hauptgeschäftsführer der DGUV Dr. Walter Eichendorf spricht im Interview über die Meilensteine in seiner 20-jährigen Tätigkeit und gibt einen Ausblick in die Zukunft von Sicherheit und Gesundheit.


Das Interview führte Stefan Boltz, DGUV

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