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Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV (Foto: DGUV/Stephan Floss Fotografie)
Dr. Joachim Breuer, DGUV
Foto: DGUV/Stephan Floss

Editorial

Individualprävention - ein wichtiger Teil des Präventionsauftrags

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der Dezember ist die Zeit der Rückblicke. Bei einem zentralen Thema der gesetzlichen Unfallversicherung, den Berufskrankheiten, sieht es auf den ersten Blick nicht rosig aus. In der medialen Öffentlichkeit wurde auch in diesem Jahr nahezu ausschließlich über Fragen mangelnder Anerkennung und Entschädigung berichtet. Das Weißbuch der DGUV zeigt Lösungen auf. Konkrete Änderungen im Berufskrankheitenrecht stehen aber weiterhin aus. Dabei lassen sich ganz andere Geschichten zu Berufskrankheiten erzählen. Geschichten von Menschen, denen  Berufsgenossenschaften und Unfallkassen rechtzeitig helfen können, bevor sie ernsthaft erkranken. Geschichten von Menschen, die ihren Beruf nicht aufgeben müssen.

Arbeitszeit sicher und gesund gestalten

Das beste Beispiel sind Beschäftigte im Friseur- und Floristikgewerbe. In diesen Branchen ist die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten deutlich zurückgegangen. Dank guter Präventionsangebote müssen die Betroffenen ihren Beruf nicht mehr aufgeben. Sie lernen stattdessen, sich besser zu schützen. Auch in anderen Branchen zeigen individuell zugeschnittene Präventionsangebote eine hohe Wirksamkeit. Sei es bei der Mehlstauballergie im Bäckerhandwerk oder beim Knieschutz auf dem Bau. Weniger Berufskrankheiten bedeuten auch geringere Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung. Prävention ist damit eine gute Investition – für Versicherte ebenso wie für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

 


In unserem Weißbuch plädieren wir dafür, den sogenannten Aufgabezwang, der zurzeit noch für neun von 80 Berufskrankheiten gilt, aufzuheben. Auf diese neun Berufskrankheiten entfallen immerhin rund 50 Prozent aller Verdachtsanzeigen. Flankiert wird dieser Vorschlag deshalb mit der Forderung, die (Individual-)Prävention als neue Mitwirkungspflicht im Gesetz zu verankern. Für die Beschäftigten und die Betriebe könnte das ein Weg sein, noch mehr gute Geschichten zu schreiben – von Berufskrankheiten, die gar nicht eintreten. Die Bundesregierung hat übrigens angedeutet, sich 2019 an die Arbeit zu machen. Das lässt uns hoffnungsvoll ins neue Jahr blicken. 

 

Mit den besten Grüßen


Ihr


Dr.  Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung





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UV-Strahlung in der Freizeit

| Bild: Einweiserumfrage
Foto: NicoElNino/fotolia.com
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Die UV-Strahlung der Sonne kann Hautkrebs verursachen, wenn der Körper nicht geschützt wird. Deshalb sollten besonders Menschen, die beruflich viel im Freien arbeiten, auch privat ihre Haut vor UV-Strahlung schützen.


Von Dr. Marc Wittlich



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