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Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV (Foto: DGUV/Stephan Floss Fotografie)
Dr. Joachim Breuer, DGUV
Foto: DGUV/Stephan Floss

Editorial

Arbeiten 4.0 - Status Quo und Ausblick

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es sind oft die Innovationen im Kleinen, die das Leben leichter machen. Jeder Arbeitgeber und jede Arbeitgeberin hat die Pflicht, eine Beurteilung der Arbeitsbedingungen seiner oder ihrer Beschäftigten durchzuführen (Gefährdungsbeurteilung). Mehrere Unfallversicherungsträger bieten dazu jetzt eine App oder einen Online-Service an. Das ist nicht nur praktisch, die Technik unterstützt den Anwender auch. So überzeugend kann Digitalisierung sein.
Viele der großen Fragen, die uns die Arbeit der Zukunft aufgibt, bergen aber nach wie vor Unsicherheiten: Wie können wir Arbeit auch künftig gesund und sicher gestalten? Wie können wir soziale Sicherheit bewahren? Wo müssen wir bestehende Regeln anpassen?
Diese Fragen haben inzwischen auch die Ebene der Gesetzgebung erreicht. So hat die EU-Kommission 2016 eine öffentliche Konsultation über eine „Europäische Säule sozialer Rechte“ eingeleitet. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat ebenfalls im vergangenen Jahr ein Weißbuch Arbeiten 4.0 vorgelegt, das ein Leitbild „guter Arbeit im digitalen Wandel“ beschreibt. Und die neue Arbeitsstättenverordnung bezieht ganz konkret moderne Arbeitsumgebungen wie Telearbeitsplätze ein.
Die gesetzliche Unfallversicherung nimmt Stellung zu diesen politischen Initiativen, denn sie ist beim Thema Arbeiten 4.0 bereits in vielen Bereichen gut aufgestellt. Es gibt Forschungen zu zentralen Bereichen wie Robotik, ständiger Erreichbarkeit oder demographischer Wandel und seit dem letzten Jahr auch Broschüren, die Positionen der Unfallversicherung und Ausblicke auf zukünftige Aufgaben zusammenfassen.
Die Herausforderung besteht jedoch darin, mit dem Tempo der Veränderungen Schritt zu halten. Eine wichtige Voraussetzung für Handlungsfähigkeit ist - in Zukunft mehr denn je -, dass sich die einzelnen Akteure im Arbeitsschutz noch stärker vernetzen. Ein spannender Test dafür wird die im Herbst dieses Jahres beginnende Präventionskampagne zur Kultur der Prävention sein. Gelingt es uns in den kommenden Jahren, ein ganzheitliches Präventionsverständnis in vielen Betrieben zu fördern, dann ist ein guter Weg bereitet für eine gesunde und sichere Arbeitswelt 4.0.


Mit den besten Grüßen
Ihr

Dr. Joachim Breuer,
Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
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Qualität von Arbeitsschutzunterweisungen

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Foto: Wolfgang Bellwinkel/DGUV
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Arbeitsschutzunterweisungen sind in Deutschland ein bewährtes Instrument der betrieblichen Prävention. Die Rahmenbedingungen, wie Unterweisungen durchzuführen sind, sind gesetzlich festgelegt. Die inhaltlich-methodische Ausgestaltung liegt jedoch gänzlich in der Erfahrung und den Kompetenzen der betrieblichen Akteure. Wie kann also die Wirksamkeit von Arbeitsschutzunterweisungen gesichert werden? Diese Frage beantwortet ein aktuell erschienener Report des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG). 

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