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Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der DGUV (Foto: DGUV/Stephan Floss Fotografie)
Dr. Joachim Breuer, DGUV
Foto: DGUV/Stephan Floss

Editorial

Soziale Absicherung Selbstständiger

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

von einer guten Idee zu einer weltweiten Bewegung: Die VISION ZERO, die eine Welt ohne tödliche und schwere Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren anstrebt, ist eine Erfolgsgeschichte geworden. Das jüngste Kapitel in dieser Geschichte hat die Internationale Vereinigung für Soziale Sicherheit (IVSS) geschrieben, indem sie die VISION ZERO 2017 zu einer globalen Präventionsstrategie gemacht hat.


Die Bilanz nach gut einem Jahr ist überwältigend: Schon mehr als 3.000 Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation WHO oder die US-amerikanische Arbeitsschutzbehörde, internationale Unternehmen wie Bayer, Bosch, RAG und andere Partnerinnen und Partner haben sich der Vision Zero angeschlossen. Sie will wichtige Entscheidungsträger ansprechen und sie auf Grundlage weltweit zentraler Botschaften zum Handeln motivieren.  

Die gesetzliche Unfallversicherung unterstützt die VISION ZERO Strategie national und international. Die Mitgliederversammlung der DGUV hat die VISION ZERO als klares Ziel ihrer künftigen Präventionsarbeit definiert und als einen Weg dorthin die Kampagne kommmitmensch festgelegt. Sie trägt die Kultur der Prävention in die Betriebe, Bildungseinrichtungen und in die Öffentlichkeit. Gleichzeitig wird sie sich auf Basis ihrer sechs Handlungsfelder besonders den VISION ZERO Schwerpunkten Absturzunfälle und Unfälle im Straßenverkehr widmen.


 

In Zeiten flexibler Beschäftigungsverhältnisse und des Anstiegs der Soloselbstständigkeit müssen wir uns aber auch die Frage stellen: Werden wir in Zukunft die arbeitenden Menschen mit unserer Prävention noch erreichen? Wenn wir die VISION ZERO ernst nehmen, müssen wir über das traditionelle Beschäftigungsverhältnis hinausdenken und die soziale Absicherung für alle Erwerbstätigen diskutieren. Genau das tun die DGUV und ihre Träger zurzeit. Sie treten in den Dialog mit der Politik und den anderen Zweigen der Sozialversicherung. Soziale Sicherung braucht Gestaltung. Noch haben wir die Möglichkeit dazu, noch können wir an einer gemeinsamen Lösung arbeiten, die möglichst vielen Menschen Schutz bietet. 

 

Mit den besten Grüßen


Ihr


Dr.  Joachim Breuer

Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

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VISION ZERO im Straßenverkehr

| Bild: VISION ZERO Verkehrssicherheit
Foto: DVR
|

Vielfach wird VISION ZERO nur als Zielvorstellung verstanden: die Vorstellung von einer Mobilität ohne Getötete und ohne Schwerverletzte. VISION ZERO ist jedoch mehr: Sie ist eine Strategie, mit der die Zielvorstellung erreicht werden kann.


 

Von Prof. Dr. Walter Eichendorf



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